Rettungsleitstellen koordinieren den Rettungsdienst unter hohem Zeitdruck: Oft geht es um Leben oder Tod. Gleichzeitig ist aber auch der wirtschaftliche Einsatz von Fahrzeugen und Personal im Auge zu behalten. In Bayern wurde das Rettungsdienstgesetz geändert und das „Gesetz zur Schaffung Integrierter Leitstellen“ eingeführt: Feuerwehr und Rettungsdienst sollten nun unter einem Dach zusammenarbeiten. Die Leitstellen waren angehalten, eine neue Struktur aufzubauen und ein Qualitätsmanagement einzuführen, um effizienter zu arbeiten. Auftrag für RÜHLCONSULTING: eine Leitstelle hierbei zu unterstützen.
Damit die Leitstelle ihren Auftrag jederzeit erfüllen kann, müssen die Gegebenheiten und Anforderungen an alle Beteiligten klar sein. Diese waren aber noch nie systematisch erhoben, Geschäftsprozesse in den Leitstellen nicht definiert worden. Daher wurden zunächst die „Kunden“ und ihre Ansprüche ermittelt, also Anrufer, Patienten, Brandgeschädigte und die Durchführenden wie Rettungsdienst und Feuerwehr. Auch die Mitarbeiter trugen zur Erstellung der Prozesslandkarte bei, die zudem alle Kommunikationswege nach innen und außen abbildete.
Auf die nun sichtbaren Geschäftsprozesse wurden die Vorgaben der DIN EN ISO 9001 übertragen – und das Qualitätsmanagementsystem somit eingeführt. Mittlerweile wurden weitere Rettungsleitstellen zertifiziert, allein 18 in Bayern.
Das neue Qualitätsmanagementsystem verbesserte die Abläufe in der Rettungsstelle deutlich und ermöglichte es, die politisch geforderten Veränderungen strukturiert umzusetzen. Die Rettungsleitstellen in Bayern werden damit ihrer Mitverantwortung in der Notfallmedizin noch gewissenhafter gerecht.
Auch in anderen Bundesländern werden ähnliche Maßnahmen durchgeführt, häufig mit der Unterstützung von RÜHLCONSULTING.